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Dieses Thema hat 4 Antworten
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 Astrofotografie und Bildbearbeitung
Reverend_Coyote Offline

Mitglied VdS


Beiträge: 183

17.07.2018 09:14
Ein tiefstehender Jupiter antworten

Hallo liebe Kollegen,

kürzlich versuchte ich mich am Jupiter, da der Mond nicht anwesend war und leichte Bewölkung DeepSky verhinderte. Aufgenommen wurde am Wachter Faltrefraktor 200/4000mm des Observatoriums Hoher List, der mit an der Gabelmontierung des 1-Meter-Spiegels aufgehängt ist und somit extrem präzise nachgeführt wird. Eine ZWO ASI-178MC Farb-Planetenkamera wurde im Primärfokus benutzt (0.12 arcsec/pixel).

Aquisition der .SER Videos (1200 frames jeweils) mit SharpCap,
Zerlegung in Einzelbilder und Qualitätsanalyse (je Video die 400 besten Frames) mit PIPP,
Stacking und Wavelet-Nachbearbeitung mit AVIstack,
Blausaumbeseitigung mit FITSwork
Nachbearbeitung mit StarTools.

Die Beseitigung des leichten Restblausaums des Fraunhoferobjektives gelang ohne Aufwand mit FITSwork, Funktion Adjust Colorlayers. Es geht also auch ohne einen ADC. Ansonsten ist das Bild nicht sonderlich scharf, aber mehr war nicht zu holen -- Seeing 3-4/5 (5=Doomsday).

Und wiederum muß ich an unseren schönen Wachter 9-Zöller denken ...


Grüße, Gerd

Meade ETX-70/80, Lidl Spektiv, Minolta Bino, Kasai s'Gucki

Angefügte Bilder:
Jupiter_ZWO-178.jpg  
Dietmar Offline

Mitglied VdS

Beiträge: 132

17.07.2018 10:00
#2 RE: Ein tiefstehender Jupiter antworten

Hallo Gerd,

du machst nachbearbeitungen mit einem Programm 'StarTools'. Ist das was? Habe noch nie von Ihm gehört. Wofür gebrauchst du es ?

Grüße aus Köln

Dietmar

Reverend_Coyote Offline

Mitglied VdS


Beiträge: 183

17.07.2018 10:32
#3 RE: Ein tiefstehender Jupiter antworten

Hallo Dietmar,

StarTools (http://www.startools.org/) von Ivo Jager ist hauptsächlich für DeepSky Bilder gedacht. Es ist sehr eigenwillig und unkonventionell, man benötigt Zeit um mit den Konzepten darin vertraut zu werden. Die sind so gar nicht wie der Rest der Welt. Hat man aber mal die 'ich werfe mich vor den nächsten Zug' Phase überwunden, fängt man an, die Software zu mögen - oder eben auch nicht. Lade Dir die Trial runter, die kann alles, nur nichts abspeichern. Das Handbuch (PDF) ist noch nicht vollständig. Was die StarTools allerdings brauchen, wegen dem internen Tracking, ist einen schnellen 64bit-Rechner und jede Menge Speicher (>=16GB)!

Beim Jupiter hat die Software alleine keine große Wirkung gezeigt. Hier habe ich die Wavelets aus AVIstack (oder RegiStax, sind die gleichen Algorithmen) eingesetzt, um dem Jupiter etwas zu entlocken. Mit StarTools habe ich dann nur noch finale Kosmetik ausgeführt.

Grüße, Gerd

Meade ETX-70/80, Lidl Spektiv, Minolta Bino, Kasai s'Gucki

Dietmar Offline

Mitglied VdS

Beiträge: 132

17.07.2018 11:11
#4 RE: Ein tiefstehender Jupiter antworten

Hallo Gerd,

genau das ist mir passiert. Nachdem ich die Software installiert habe war ich erst mal ziemlich irritiert. Sie ist schwerlich zu verstehen und erlaubt, zumindest mir, keinen intuitiven Zugang. So ähnlich ist es mir schon bei PixInsight gegangen. Warum bauen die immer so unzugängliche UserInterfaces ? Ich kann denen einfach nicht folgen. Zumindest nicht ohne monatelanger Einarbeitung, und das ist mir zuviel.

Viele Grüße

Dietmar

Reverend_Coyote Offline

Mitglied VdS


Beiträge: 183

17.07.2018 12:47
#5 RE: Ein tiefstehender Jupiter antworten

Hallo Dietmar,

bin wieder zurück am PC. Also mir ging das auch so, nach ersten Versuchen bin ich wieder zurück auf AstroArt, dann ärgerte ich mich wegen den $$$, versuchte es erneut, bis nach ca. drei Wochen sich erste Erfolge einstellten. Da beschloß ich mich durchzubeißen. Nach etwa einem viertel Jahr jetzt fühle ich mich wie einer, des es schaffen kann, mit der Software erfolgreich zu arbeiten, aber noch weit vom Expertentum entfernt ist. So eine Art Software SadoMaso, man kommt wieder und wieder zurück, weil es so schön weh tut....

Grüße und viel Erfolg, womit auch immer,

Gerd

Meade ETX-70/80, Lidl Spektiv, Minolta Bino, Kasai s'Gucki

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