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Dieses Thema hat 6 Antworten
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 Astrofotografie und Bildbearbeitung
Polaris Offline

Mitglied VdS /
Moderator

Beiträge: 215

06.04.2019 18:22
Sirius B fotografiert antworten

Hallo zusammen,

wenn ich es mir recht überlege, habe ich auf dem Foto von Sirius im CLT (siehe mein Beitrag "Fotografie im CLT-Fokus" vom 4.4.19) auch den Begleiter von Sirius, also den Weißen Zwerg Sirius B abgelichtet. Ich habe ihn auf dem Bild markiert.

Da muss man erst mal drauf kommen ...

Polaris Offline

Mitglied VdS /
Moderator

Beiträge: 215

07.04.2019 13:36
#2 RE: Sirius B fotografiert? antworten

Das war wohl eher ein verspäteter Aprilscherz, aber ich bin tatsächlich einer falschen Entfernungsangabe aufgesessen. In Wirklichkeit steht Sirius B viel näher an Sirius A, so dass ich meine Angabe zu dem Foto zurückziehe. Es tut mir leid!

Die Sache lässt mich natürlich nicht ruhen, und so habe ich einmal die richtige Distanz von Sirius B (etwa 11") in das Foto eingezeichnet:



Polaris

kmerzenich Offline

Mitglied VdS

Beiträge: 95

13.04.2019 11:42
#3 RE: Sirius B fotografiert antworten

Eine sehr schöne und brilliante Aufnahme. Es gibt keinen Stern am Nordhimmel, der so hervorsticht.
Da macht sich sich unser Lichtsammler CLT mal richtig bezahlt. Auch im Fernglas ist die Umgebung
des Sirius sehr schön anzusehen. Wenn auch wenn zur Zeit nicht viele Planeten zu sehen sind, ist der
Himmel noch sehr ergiebig an anderen Objekten.

Viele klare Nächte ...

Klaus


Die Gravitation ist der Klebstoff, der alles zusammenhält

cleopatra Offline

Mitglied VdS /
Administrator


Beiträge: 322

28.04.2019 23:39
#4 RE: Sirius B fotografiert? antworten

Hallo Polaris,

gehe ich recht in der Annahme, dass Du den Stern rechts oben am Ende der eingezeichneten Linie identifiziert hast und seine Entfernung zu Sirius A als Maßstab für den Entfernungsring A-B genommen hast ?

edit 04.05.: habe gesehen, dass meine Annahme korrekt war, im Thread Fotografie im CLT-Fokus ist das Foto von Polaris auch, dort ist der Stern am Ende der Linie mit SAO 151875 identifiziert und seine Entfernung mit 5 Bogenminuten bzw. 300 Bogensekunden beziffert. Sirius B hat 2020 fast seine Maximalentfernung von knapp 12 Bogensekunden zu Sirius A. D.h. da sollten wir mal eine Aktion starten, Sirius B mit dem CLT erfolgreich aufzunehmen . Man müsste natürlich kürzer belichten, damit Sirius A nicht so groß ausgebrannt ist und B dadurch verdeckt wird.

Sirius B ist für das CLT seit der Umrüstung auf die fotografisch optimierte Fangspiegelspinne wahrscheinlich nicht mehr zu packen, aufgrund der dadurch stärker ausgeprägten Spikes. Nur mit der Exzenterblende könnte es noch gelingen, da hat man keine Spikes.

Viele Grüße
cleopatra

Reverend_Coyote Offline

Mitglied VdS


Beiträge: 195

30.04.2019 09:29
#5 RE: Sirius B fotografiert antworten

Hallo Polaris,

es gibt noch eine Möglichkeit - ich habe mir vor Jahren einmal für meinen 130mm Refraktor eine Hexagonalblende aus Sperrholz gesägt (siehe Bild). Die verschmiert ebenfalls das Licht in Beugungsstrahlen. Die kann man auch aus schwarzer Pappe provisorisch herstellen. Man setzt sie vor das Objektiv (Eintrittsöffnung) und dreht sie dann so, daß der Begleiter zwischen zwei Beugungsstrahlen steht.

Grüße, Coyote

Meade ETX-70/80, Lidl Spektiv, Minolta Bino, Kasai s'Gucki

Angefügte Bilder:
HexaDia.jpg  
cleopatra Offline

Mitglied VdS /
Administrator


Beiträge: 322

04.05.2019 23:00
#6 RE: Sirius B fotografiert antworten

Hallo Reverend,

interessante Idee, die hexagonale Blende. Allerdings wohl eher für einen Newton mit einer Fangspiegelspinne mit drei Streben, oder ?
Das CLT hat vier Streben, entsprechend müßte die Blende z.B. quadratisch sein. Oder so ähnlich wie in dem angefügten Bild:



Nach dem Babinetschen Theorem kompensieren sich die Beugungsbilder einer Blende und ihres Inversen, das wäre die Physik hinter dem Versuch, durch Fangspiegelstreben verursachte Spikes durch solche Blenden zu kompensieren.

Viele Grüße
cleopatra

Reverend_Coyote Offline

Mitglied VdS


Beiträge: 195

05.05.2019 09:00
#7 RE: Sirius B fotografiert antworten

Hallo Cleopatra,

die Idee ist nicht von mir, die habe ich vor langen Jahren mal in einer Astrozeitschrift oder einem Buch gefunden. Bei meinem Refraktor funktioniert es, wie das bei Fangspiegelstreben aussieht weiß ich nicht. Dort könnte man auf das Problem stoßen, daß der Begleitstern genau auf einem Lichtspike einer Fangspiegelstrebe landet. Man müßte dann das Teleskop drehen. Ob eine Hexblende am Spiegelteleskop etwas (und was) bringt wäre einen Versuch wert. Ich habe nur Refraktoren vorrätig.

Wenn Du Versuche in der Richtung betreiben solltest halte uns bitte auf dem laufenden.

Grüße, Gerd

Meade ETX-70/80, Lidl Spektiv, Minolta Bino, Kasai s'Gucki

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