Hallo zusammen,
klare Nächte, lange Nächte - die ideale Kombination für ein Langzeit-Projekt! 
In dieses Bild flossen fast 25 Stunden Belichtungszeit. Möglich wurde dies durch eine lange Schönwetterperiode, die mir zunächst vier Nächte für RGB-Daten ermöglichte.
Zwei Wochen später konnte ich dann erneut Daten sammeln - diesmal in drei Nächten für die H-Alpha Regionen. Dafür war dann auch der Mond nicht mehr ganz so störend.
Bei der Bearbeitung habe ich insgesamt vier Versionen produziert und wohl mindestens nochmal 25 Stunden...
Der Stadthimmel ist nicht vorteilhaft, wenn man die feinen Sternen- und Gaswolken im Halo der Galaxie zeigen will. Da helfen auch die vielen Stunden Belichtungszeit und fotografische Filter nichts.
Bei NGC 3521 handelt es sich um eine Galaxie, die nicht die klassischen, klaren Spiralarme zeigt, sondern ein weiches, flockiges Muster – wie ein kosmischer Wattebausch.
Sie liegt im Sternbild Löwe, etwa 40 Mio. Lichtjahre entfernt.
Die Galaxie hat einen Durchmesser von etwa 110.000–146.000 Lichtjahre und hat damit ähnliche Dimensionen wie die Milchstraße.
Eine Besonderheit an diesem Objekt: Sie ist umgeben von einem blasenartigen Halo aus Sternen und Gas – wahrscheinlich Überreste voriger Vereinigungen mit anderen Zwerggalaxien.
Das supermassereiche Schwarze Loch in ihrem Zentrum (7 Mio. Sonnenmassen) liegt in einer ähnliche Größenklasse wie das der Milchstraße (4 Mio. Sonnenmassen).
Entdeckt wurde die Galaxie 1784 von William Herschel.

Aufnahmedaten:
Montierung ZWO AM5, Kamera ZWO ASI 585mc pro, Teleskop Skywatcher 150PDS, Guiding mit ASI 120mm an 30/120 Guidescope, Filter Optolong L-Pro sowie Optolong L-Extreme, AsiAir Pro, 260x180 Sekunden mit L-Pro bei -10C sowie 141x300 Sekunden mit L-Extreme, Gain 252, kalibriert mit MasterFlat und Masterdark, gedithert und gedrizzelt, Gesamt-Belichtungszeit: 24 Stunden und 45 Minuten
Aufnahmen vom 17., 18., 19. und 20.März sowie vom 01., 02, und 03. April aus Sülz.
Bearbeitung: Pixinsight, Photoshop
Viele Grüße, klare Nächte und frohe Ostern!
Mathias