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T Tauri Offline

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Moderator


Beiträge: 465

13.01.2010 00:11
3D-Film AVATAR antworten

Liebe Hobbyastronomen!

Nach dem Genuss der 3D-Fassung von James Camerons neuem SF-Spielfilm AVATAR möchte ich den Besuch allen Hobbyastronomen empfehlen! Wir interessieren uns ja laufend für den Stand der Dinge beim Thema "Exoplaneten" und "Leben im Weltall" und haben dazu unsere eigenen Bilder im Kopf. AVATAR zeigt die Variante, die dem Regisseur J. Cameron vorschwebte und das als erstmals komplettes fremdes Ökosystem mit Flora und Fauna. Sonst agieren Ausserirdische oft in einer sterilen Natur, die an die Rockies oder den Schwarzwald erinnert und nahezu ohne Tierwelt auskommen muss.
Im Jahr 2154 hat die Menschheit mit "schnellem Unterlichtflug" (eine Tour ca. 6 Jahre in der "Gefriertruhe") das Alpha-Centauri-System erreicht und dort einen Stützpunkt errichtet. Handlungsort ist der lebensfreundliche grosse Mond Pandora, der irgendwo in der Range von Merkur- bis Marsgrösse liegt und einen Gasriesen namens Polyphemus umkreist. Die Handlung selbst wird von vielen Zuschauern in die Schublade "Indianerfilm" einsortiert und mir fielen sofort 4 auf der Erde spielende Filme ein, die das Drehbuch inspiriert haben könnten. Was den eigentlichen Reiz des Films ausmacht, ist zumindest für mich die Kombination aus der Aufgabe PRÄSENTATION EINER FREMDEN UMWELT mit einem endlich ausgereiften 3D-SYSTEM (Polarisationsbrille). cool2 Dankenswerterweise hat der Regisseur die sehr zahlreichen 3D-Effekte dezent in den Dienst des Films gestellt und nicht als gelegentlichen, aber übertriebenen Gag unvermittelt auftauchen lassen. Die Aufnahmetechnik sollte auch bei irdischen Naturdokus interessante Ergebnisse liefern können. Abwarten!
Ein anderes Warten ist zwecklos: AVATAR ist nichts für Heimgucker! 2D ist schon mal die erste Abwertung und selbst um den grössten Flatscreen mit 52 Zoll stehen oft noch Möbel, AV-Geräte oder Zimmerpflanzen herum und man vergisst so nicht, wo man zuhause ist - auf SOL III . . .
Besitzer von DVD-Player und Röhren-TV kriegen die meisten Details im Bild erst recht nicht mit und haben noch schlechtere Chancen, "im Film" gewesen zu sein. Jahre später als TV-Sendung mit Kurzschnitt und Werbepausen bleibt dann auch der letzte Zauber auf der Strecke. Deswegen, keine Bange vor der Brille, die auch als "Überbrille" getragen werden kann samt "Brillenleihgebühr" oder der Überlänge von 160 Minuten samt Überlängenzuschlag. Kartenreservierung wird dringend empfohlen! Der CINEDOM in Köln hat Ende Dezember AVATAR in 2 Sälen in 3D und in einem Saal in 2D gezeigt.

Viel Vergnügen wünscht

T Tauri

"Wir spalteten das [U] und verschmolzen das [H], nur das [D] versteckt sich noch als DUNKLE MATERIE vor uns . . ."

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