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  • Weihnachtsbaum mit RoseDatum10.01.2026 21:49
    Foren-Beitrag von Mathias im Thema Weihnachtsbaum mit Rose

    Hallo Karsten,

    ja, das Objekt hätte ich auch noch erwähnen können...
    Bei so einem Widefield weiß man manchmal gar nicht, wo man aufhören soll ;-)

    Gruß
    Mathias

  • Orion Nebel M42Datum10.01.2026 21:48
    Foren-Beitrag von Mathias im Thema Orion Nebel M42

    Hallo Nils,

    vielen Dank für das Bild und willkommen im Forum!
    Mir ist aufgefallen, dass einige Bereiche recht dunkel geworden sind. Das passiert schnell, wenn der Schwarzpunkt etwas kräftiger gesetzt ist.
    Im Histogramm kannst du das gut überprüfen: Idealerweise stößt der „Berg“ links nur leicht an, ohne abgeschnitten zu sein. Sonst gehen wertvolle Bildinformationen verloren – und das wäre schade, gerade nach einer langen Aufnahmesession in der Nacht ;-)
    Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg
    Mathias

  • IC 434 mit Seestar S30Datum09.01.2026 18:38
    Foren-Beitrag von Mathias im Thema IC 434 mit Seestar S30

    Hallo,

    das ist ein komplexes Thema...

    Aber kurz gesagt: Der EQ Modus lohnt sich aus drei Gründen.
    Erstens hat man weniger Bilder (und weniger Datenverbrauch) pro gesamter Belichtungszeit, was die Nachbearbeitung vereinfacht. Zweitens verspricht man sich damit ein besseres Signal zu Rauschverhältnis (SNR). Denn mit jedem einzelnen Bild wird auch das so genannte Ausleserauschen in den Stack eingebracht. Das hängt sehr vom Sensor ab.
    Drittens (m. E. Am entscheidendsten): man hat keine "Bildfelddrehung". Will sagen: die Ausrichtung des Objekts im Foto bleibt die ganze Zeit konstant.
    Im Alt/Az dreht sie sich mit der Zeit und man erhält deswegen Artefakte am Bildrand im finalen Bild. Dadurch wir die absolute Aufnahmedauer begrenzt (was wiederum limitierend für das SNR ist).

    Hoffe, das war einigermaßen verständlich 😉

    Viel Spaß noch!
    Mathias

  • IC 434 mit Seestar S30Datum07.01.2026 19:22
    Foren-Beitrag von Mathias im Thema IC 434 mit Seestar S30

    Hallo M51,

    willkommen im Forum und danke für dein erstes Bild.
    Das ist ein sehr schönes Ergebnis!
    Darf ich fragen: hast die den EQ-Modus benutzt oder die "Standard"-Aufstellung?

    Viele Grüße
    Mathias

  • Weihnachtsbaum mit RoseDatum07.01.2026 19:19

    Hallo liebes Forum :-)

    Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr und vor allem Gesundheit!

    Es begab sich zur Weihnachtszeit 2025 ein kleines "Wunder": der Himmel tat sich zwar nicht auf, aber die Wolken verzogen sich wenigstens.
    Als leidenschaftlichen Astrofotografen kribbelte es mich natürlich ordentlich im "Auslösefinger". Nun hat aber zu Weihnachten die Familie absoluten Vorrang und so verkniff ich mir den Ausflug in die dunkle, kalte Eifel.

    Stattdessen aktivierte ich wenigstens die "Balkonsternwarte". Das Himmelsfenster ist hier zwar begrenzt. Ich sah aber die Chance, ein Projekt neu anzugehen, das noch im Februar 2025 scheiterte.
    Schon lange will ich die Region vom Weihnachtsbaumcluster bis zum Rosettennebel auf ein Bild bringen. Im letzten Anlauf hatte ich ein Mosaik versucht (siehe Beitrag in diesem Forum).

    Diesmal entschied ich mich daher für anderes Setup: kleine Fotolinse mit 85mm mit gutem Öffnungsverhältnis für einen guten "Field of view".
    Weil das Bildfeld so groß ist, gibt es auch jede Menge Beifang in Sachen Nebel - obwohl ich das Bild ordentlich beschnitten habe (Lichtverschmutzung sei Dank ).

    Ich präsentiere also in dieser Aufnahme im Wesentlichen folgende Objekte: Rosettennebel, Weihnachtsbaum-Sternhaufen, Konusnebel sowie andere Ha-regionen und kleinere Sternhaufen

    [[File:20251225_26_Rose2Xmas_85mm_2600mcpro_108x300Sek_-10_Gain 100_L-ex_540Min.jpg|none|auto]]


    Zu den Haupt-Objekten wurde hier im Forum schon einiges geschrieben.
    Deswegen spare ich mir heute weitere Details.


    Ausrüstung:
    Montierung ZWO AM5, Walimex 85mm @ f/4, Kamera ZWO ASI 2600mc AIR mit Optolong L-Extreme Filter, Guiding mit 30mm Scope und Asi 290mm, gesteuert mit Asiair mini.
    Bilddaten:
    108 Aufnahmen zu je 300 Sekunden, Gain 100, -10 C, kalibriert mit Darks, Flats und Darkflats. Gesamt: 540 Minuten Belichtungszeit, gedithert und gedrizzelt.
    Bearbeitung:
    Pixinsight und Photoshop

    Aufgenommen in der Köln Sülz am 25. und 26.12.2025


    Viele Grüße
    Mathias

  • Messier 22 - La Palma 2025Datum30.11.2025 18:24
    Foren-Beitrag von Mathias im Thema Messier 22 - La Palma 2025

    Hallo Karsten,

    das Bild finde ich sehr schön gelungen!
    Ein richtiger Star Wars Effekt mag da aufkommen. Man wird förmlich reingezogen...
    Hierbei ist das Kameraformat sehr förderlich - richtig toll

    Gruß
    Mathias

  • Messier 45 (Siebengestirn)Datum28.11.2025 20:41
    Foren-Beitrag von Mathias im Thema Messier 45 (Siebengestirn)

    Hallo Rudi,

    vielen Dank für das Feedback.

    Ich versuche mich einmal an einer Antwort zu deiner Frage.

    Nach meinem Verständnis ist hier kein Ha-Gas zu sehen. Die Strahlung der Sterne ist zu schwach, um Emissionsnebel zu erzeugen.
    Stattdessen sieht man neben den typischen Reflexionsnebeln, die das Licht von M45 streuen, die Staubregionen des Taurus–Perseus-Molekülwolkenkomplexes.
    Der Staub wird durch das geschwächte Licht der Hintergrundsterne sichtbar gemacht (Dunkelnebel), oder durch das integrierte Sternenlicht der Milchstraße schwach aufgehellt – je nach Staubdichte und Entfernung zur Plejaden-Gruppe.

    Wie kann man Staub ohne IR-Sensor sichtbar machen?
    1. Lange Belichtungszeiten
    Selbst kleine Amateur-Teleskope können mit vielen Einzelbelichtungen (z. B. 2–5 min, insgesamt mehrere Stunden) extrem schwache Strukturen sichtbar machen. Staub reflektiert das Sternlicht kontinuierlich – je länger die Belichtung, desto mehr Photonen werden gesammelt.
    2. Hochempfindliche CMOS-/CCD-Kameras
    Moderne Sensoren besitzen:
    hohe Quanteneffizienz, geringes Ausleserauschen, lineare Ausgabe.
    Damit kann man Oberflächenhelligkeiten erfassen, die für das Auge unsichtbar bleiben.

    3. Bildkalibration und -verarbeitung
    Flats entfernen Vignettierung und machen Staubstrukturen erst sicher sichtbar.
    Hintergrundextraktion (DBE etc.) hebt echte Nebel hervor. Durch die manuelle Bildbearbeitung kann man sehr individuell durch "Strecken" schwache Signale und Kontraste sichtbar machen, ohne sie künstlich zu erzeugen.
    Es ist also am Ende "nur" sehr schwaches sichtbares Licht... ;-)

    Wenn jemand andere oder weitere Erkenntnisse beisteuern kann: gern!

    Clear Skies!
    Mathias

  • Messier 45 (Siebengestirn)Datum23.11.2025 13:14

    Hallo zusammen,

    es gibt einige Dauerbrenner, die muss man meines Erachtens immer mal wieder ablichten.
    Dazu gehören sicherlich die Plejaden. Seit Jahrtausenden zieht dieser offene Sternhaufen die Aufmerksamkeit der Kulturen auf sich. Da kann und will ich nicht zurückstehen ;-)
    Ein Nacht nach Neumond, klare Luft und -5 Grad Celsius: da fühlt man sich als Astrofotograf so richtig wohl
    So ging es mir jedenfalls letzten Freitag in der Eifel.

    Was gibt es zum Objekt zu sagen, das noch nicht jede(r) weiß? Und doch gibt es neue Studien, die spannende Nachrichten bereithalten.
    Die Plejaden, auch bekannt als Messier 45, sind seit der Antike als „Sieben Schwestern“ bekannt – ein Name, der darauf zurückgeht, dass früher sieben Sterne mit bloßem Auge sichtbar waren, während heute meist nur sechs klar erkennbar sind. Traditionell galt der Haufen als kompakte Gruppe von rund 1.000 Sternen, entstanden vor etwa 100 Millionen Jahren aus derselben Molekülwolke. Neue Beobachtungen mit der NASA‑Mission TESS und weiteren Surveys zeigen jedoch, dass die Plejaden Teil eines viel größeren Sternkomplexes sind: Über 3.000 Sterne erstrecken sich über 1.900 Lichtjahre, dreimal so groß wie bisher angenommen. Damit wird deutlich, dass dieser scheinbar vertraute Haufen weit mehr über Sternentstehung und galaktische Dynamik verrät, als lange vermutet.
    Mehr dazu: https://science.nasa.gov/missions/tess/n...s-star-cluster/

    [[File:master2.jpg|none|auto]]


    Ausrüstung:
    Montierung ZWO AM5, Teleskop Askar FRA300, Kamera ZWO ASI 2600mc pro AIR (mit integriertem Guidung Chip und integrierter Asiair).
    Bilddaten:
    123 Aufnahmen zu je 120 Sekunden, Gain 100, -10 C, kalibriert mit Darks, Flats und Darkflats. Gesamt: 246 Minuten Belichtungszeit
    Bearbeitung:
    Pixinsight und Photoshop

    Aufgenommen in der Eifel (nach Blankenheim) am 21.11.2025


    Viele Grüße
    Mathias

  • LNDA - Lange Nacht der Astronomie 2025Datum28.10.2025 19:29

    Für alle, die kein Facebook haben, ist hier die Kopie des Beitrags inklusive der Bilder:

    Die lange „Regen“Nacht der Astronomie… konnte uns und den Gästen die Freude nicht verderben.
    Heute war uns der Wettergott leider nicht wohlgesonnen.
    So war der Himmel nicht nur Wolken verhangen, sondern bescherte uns auch ausgiebige Schauer.
    Kurzerhand haben wir das "indoor" Programm intensiviert. Mit VR Brillen, LEGO Modelle, unserem Hauptvortrag und Einweisungen in die Teleskope konnten wir spannende Zeit erleben.
    Mit einem Planetariumsprogramm wurde der Himmel über Köln zumindest simuliert ��
    Besonders war der Abend für uns auch wegen der Kooperation mit dem SFB 1601 der Uni Köln. Die gemeinsame Zeit war super und wir waren ein tolles Team ����
    Vielen Dank an alle Gäste und bis nächstes Mal!


    [[File:20250913_174217215_iOS.jpg|none|auto]]
    [[File:20250913_174222396_iOS.jpg|none|auto]]
    [[File:20250913_175639671_iOS.jpg|none|auto]]
    [[File:20250913_175652589_iOS.jpg|none|auto]]
    [[File:20250913_183820728_iOS.jpg|none|auto]]
    [[File:20250913_201535958_iOS.jpg|none|auto]]

  • Fledermaus und Riesenkalmar Ou4Datum11.10.2025 15:06

    Hallo miteinander,

    mit der aktuellen Schlechtwetteperiode schließe ich mein bisher längstes Projekt ab.
    Seit 2022 habe ich oft "nebenbei" zu anderen Aufnahmensessions auf dieses Objekt gezielt. Es ist bekannt dafür, dass die blaue Erscheinung sehr lichtschwach ist und deshalb sehr viel Belichtungszeit benötigt.
    Am Ende kamen 39,5 Stunden zusammen.

    Ich hatte mir ehrlich gesagt ein anderes Ergebnis erhofft/gewünscht. Allerdings musste ich hier lernen, dass die Lichtstärke des Objektivs nicht allein genügt. Ich denke, um noch mehr "rauszuholen" hätte ich doch eine größere Öffnung verwenden müssen.
    Au0erdem glaube ich, dass hier auch eine Rolle spielt, ob die Kamera mit Farb- oder Monosensor arbeitet. Letzterer ist bei diesem Ziel wohl Pflicht.
    So lernt man immer dazu...

    [[File:v3_crop.jpg|none|auto]]

    Zum Objekt:
    OU4 ist ein extrem ausgedehnter, schwach leuchtender bipolarer Emissionsnebel im Sternbild Cepheus. Er wurde erst 2011 von dem Amateurastronomen Nicolas Outters entdeckt – daher „OU4“.
    Das grünlich-blaue Zentrum (in O III-Emission) liegt eingebettet in den größeren, rötlichen Emissionsnebel Sh2-129, den sogenannten Flying Bat Nebula. OU4 scheint aus diesem herauszuleuchten wie ein bläulicher Jet oder „Tintenfischkörper“ in einer rötlichen Hülle.

    Physikalische Natur & Entstehung
    Die genaue Natur von OU4 ist noch nicht völlig geklärt, aber es gibt zwei Hauptdeutungen:
    Ein bipolares Ausströmungsobjekt (Jet) aus einem jungen massereichen Sternsystem. Im Zentrum befindet sich das Sternsystem HR 8119, ein massereiches Dreifachsystem aus O-Sternen.
    Diese Sterne emittieren starke Sternwinde und UV-Strahlung, die möglicherweise das Gas um sie herum ionisieren. Der Nebel könnte aus einer kolossalen bipolaren Ausströmung stammen, verursacht durch Wechselwirkungen zwischen den Komponenten von HR 8119.
    Oder ein unabhängiger, sehr naher planetarischer Nebel:
    Alternativ wurde vorgeschlagen, OU4 sei ein separater planetarischer Nebel, der zufällig in der gleichen Himmelsrichtung wie Sh2-129 liegt.
    Diese Theorie würde eine viel geringere Entfernung (~230 pc, etwa 750 Lichtjahre) implizieren, was OU4 zu einem der größten bekannten planetarischen Nebel machen würde..
    Beide Szenarien haben Argumente dafür und dagegen; die meisten neueren Studien neigen jedoch dazu, OU4 als massive Ausströmung innerhalb von Sh2-129, also physisch verbunden mit HR 8119 (Entfernung ~2300 Lichtjahre), zu interpretieren.

    OU4 ist bemerkenswert, weil es zeigt, wie viel komplexe Gasdynamik selbst in vermeintlich „ruhigen“ HII-Regionen verborgen sein kann.
    Seine bipolare Struktur deutet auf gerichtete Materieauswürfe hin – ähnlich wie bei jungen Sternen (Herbig-Haro-Objekte) oder sterbenden Sternen (planetarische Nebel).

    Wenn OU4 tatsächlich an HR 8119 gebunden ist, wäre das eine der größten bekannten stellaren Ausströmungen in der Milchstraße.
    Falls nicht, wäre er der größte und nächste bekannte planetarische Nebel – beides spektakuläre Optionen.


    Bilddaten:
    Aufnahmen in 12 Nächten zwischen 2022 und 2025 in der Eifel und Lüneburger Heide
    214 Aufnahmen zu je 600 Sekunden (Gain 101, Optolong l-extreme,-10 Grad)
    74 Aufnahmen zu je 180 Sekunden (Gain 101, ohne Filter,-10 Grad)
    kalibriert mit Darks, Flats und Darkflats.
    Gesamt-Belichtungszeit: 2.362 Minuten

    Equpiment:
    Montierungen: Skywatcher Az-Gti und ZWO AM3, Kamera: ZWO ASI 533mc pro, Guiding: Zwo Guidescope 30mm mit ZWO ASI 120mm mini, Objektiv: Samyang 135mm bei f/2.8, montiert in eine "Astroschelle" von 3D Krug
    Steuerung: AsiAir mini

    Bildbearbeitung in Pixinsight und Photoshop

    Ich hoffe, das Bild gefällt euch und wünsche klare Nächte!

    Gruß
    Mathias

  • Totale Mondfinsternis 07.09.2025Datum09.09.2025 22:21
    Foren-Beitrag von Mathias im Thema Totale Mondfinsternis 07.09.2025

    Hallo Peter,

    da hast du wieder gewohnt qualitativ hochwertig "abgeliefert".
    Eine tolle Doku des Schauspiels.
    Danke!

    Gruß
    Mathias

    P.S.: Toi toi toi beim Verkauf des Teleskops ;-)

  • SH2/114 Flying DragonDatum09.09.2025 22:20
    Foren-Beitrag von Mathias im Thema SH2/114 Flying Dragon

    Hallo Dietmar,

    vielen Dank für das tolle Bild eines mir unbekannten Objekts.
    Es sieht spannend aus und ist sehr gut gelungen.
    Die zwei Nächte waren gut investiert!

    Gruß
    Mathias

  • Iris-Fotografie (NGC 7023)Datum07.09.2025 14:47

    Hallo zusammen,

    für seine Lieben kann man neuerdings Fotos der Iris anfertigen lassen.
    Für meine Vereins-Community habe ich hingegen ein anderes Foto im Angebot ;-)

    Insgesamt drei Mal zielte ich auf dieses Objekt. In den drei Nächten kam etwas über 12 Stunden Belichtungszeit gesamt heraus.

    Der Irisnebel (NGC 7023) im Sternbild Kepheus, rund 1.300 Lichtjahre entfernt, ist einer der beliebtesten Reflexionsnebel für Astrofotografen. Mit seiner Ausdehnung von 10 × 8 Bogenminuten wirkt er im Okular dezent – auf Fotos aber entfaltet er seine volle Pracht.
    Herzstück ist der junge Stern HD 200775. Sein Licht wird von den umgebenden Staubwolken gestreut und erzeugt das charakteristische bläuliche Leuchten. Die blaue Farbe entsteht durch Rayleigh-Streuung – derselbe Effekt, der auch den Himmel der Erde färbt.
    Der Irisnebel ist eine Momentaufnahme zwischen Dunkelwolke und Emissionsnebel: Noch dominiert die Reflexion, doch er sitzt mitten in einem Gebiet, in dem Sterne entstehen und sich die Bedingungen weiterentwickeln können.
    Der Nebel wurde am 18. Oktober 1794 von William Herschel entdeckt.

    [[File:20250818_Irisnebel_NGC7023_FRA300_2600mc_152x300Sek_L4enh_-10Grad_Gain100_760Min.jpg|none|auto]]


    Ausrüstung:
    Montierung ZWO AM5, Teleskop Askar FRA300, Kamera ZWO ASI 2600mc AIR mit Optolong L-Quad-Enhance Filter (zwei Nächte) und ohne Filter (eine Nacht), Guiding mit 30mm Scope und Asi 290mm, gesteuert mit Asiair.
    Bilddaten:
    152 Aufnahmen zu je 300 Sekunden, Gain 100, -10 C, kalibriert mit Darks, Flats und Darkflats. Gesamt: 760 Minuten Belichtungszeit
    Bearbeitung:
    Pixinsight und Photoshop

    Aufgenommen in der Eifel (nach Blankenheim) am 31.08. und 05.10.2024 sowie 24.08.2025.
    Norden ist links oben.


    Viele Grüße
    Mathias

  • Hallo Peter,

    vielen Dank für diese klasse Dokumentation des Ereignisses! So etwas in live zu sehen gehört sicher zu den Highlights, die man bei der Sonnenbeobachtung haben kann.
    Gruß auch an Rudi für die kollegialen Hinweise an Peter, wodurch uns dieser Eindruck wenigstens aus der Konserve ermöglicht wird ;-)

    Viele Grüße
    Mathias

  • Hallo zusammen,

    klare Nächte, lange Nächte - die ideale Kombination für ein Langzeit-Projekt!

    In dieses Bild flossen fast 25 Stunden Belichtungszeit. Möglich wurde dies durch eine lange Schönwetterperiode, die mir zunächst vier Nächte für RGB-Daten ermöglichte.
    Zwei Wochen später konnte ich dann erneut Daten sammeln - diesmal in drei Nächten für die H-Alpha Regionen. Dafür war dann auch der Mond nicht mehr ganz so störend.
    Bei der Bearbeitung habe ich insgesamt vier Versionen produziert und wohl mindestens nochmal 25 Stunden...
    Der Stadthimmel ist nicht vorteilhaft, wenn man die feinen Sternen- und Gaswolken im Halo der Galaxie zeigen will. Da helfen auch die vielen Stunden Belichtungszeit und fotografische Filter nichts.

    Bei NGC 3521 handelt es sich um eine Galaxie, die nicht die klassischen, klaren Spiralarme zeigt, sondern ein weiches, flockiges Muster – wie ein kosmischer Wattebausch.
    Sie liegt im Sternbild Löwe, etwa 40 Mio. Lichtjahre entfernt.
    Die Galaxie hat einen Durchmesser von etwa 110.000–146.000 Lichtjahre und hat damit ähnliche Dimensionen wie die Milchstraße.
    Eine Besonderheit an diesem Objekt: Sie ist umgeben von einem blasenartigen Halo aus Sternen und Gas – wahrscheinlich Überreste voriger Vereinigungen mit anderen Zwerggalaxien.

    Das supermassereiche Schwarze Loch in ihrem Zentrum (7 Mio. Sonnenmassen) liegt in einer ähnliche Größenklasse wie das der Milchstraße (4 Mio. Sonnenmassen).

    Entdeckt wurde die Galaxie 1784 von William Herschel.

    [[File:_2025_03_04_NGC3521_585mc_PDS_260x180_LPro_141x300_LEx_10_Gain_252_1485Min.jpg|none|auto]]

    Aufnahmedaten:
    Montierung ZWO AM5, Kamera ZWO ASI 585mc pro, Teleskop Skywatcher 150PDS, Guiding mit ASI 120mm an 30/120 Guidescope, Filter Optolong L-Pro sowie Optolong L-Extreme, AsiAir Pro, 260x180 Sekunden mit L-Pro bei -10C sowie 141x300 Sekunden mit L-Extreme, Gain 252, kalibriert mit MasterFlat und Masterdark, gedithert und gedrizzelt, Gesamt-Belichtungszeit: 24 Stunden und 45 Minuten
    Aufnahmen vom 17., 18., 19. und 20.März sowie vom 01., 02, und 03. April aus Sülz.

    Bearbeitung: Pixinsight, Photoshop


    Viele Grüße, klare Nächte und frohe Ostern!
    Mathias

  • Hi Karsten,

    danke für dieses Bild. Ich kann deinen Bericht gut nachvollziehen. Alle Themen sind mir sehr vertraut aus den letzten Monaten - irgendwas ist ja immer ;-)
    Ich finde die Kombination aus RC und TEC gut gelungen. Jetzt muss sich nur noch jemand M66 vornehmen...

    Viele Grüße
    Mathias

  • Hallo Rudi,

    wir unterhielten uns gestern über die Entfernungen der Hintergrundgalaxien.
    Ich habe heute auch recherchiert. Mein Top-Kandidat mit der Kombi aus maximaler Entfernung und noch guter Erkennbarkeit als Galaxie ist: PGC1431922

    [[File:PGC1431922.jpg|none|auto]]


    Die Galaxie hat eine Rotverschiebung von 0,12709

    Nach den Berechnungen, die mir vorliegen, entspricht das einer Entfernung von ca. 1,9 Milliarden Lichtjahren!
    Aus der Stadt heraus nicht schlecht ;-)

    Gruß
    Mathias

  • Hallo Peter,

    das sind mal gute Bilder in gewohnter hoher Qualität - vielen Dank!
    Bei PS denke ich aber eher an Peter S.

    Viele Grüße
    Mathias

  • Hallo Rudi,

    danke für den Kommentar :-)
    Ja, das weiß ich - das Problem besteht besonders am 23. Mai diesen Jahres...

    Gruß
    Mathias

  • Hallo zusammen,

    nachdem sich der Trubel um die partielle SoFi nun wieder legt, kommen wir zum eigentlichen Thema dieser Jahreszeit zurück: Galaxien

    Diesen Februar und März war der Wettergott uns gnädig und beschwerte mehrere klare Nächte am Stück. Leider lagen diese oft in der Woche, so dass ich aus der Stadt aktiv werden musste.
    Mit viel Geduld und Belichtungszeit geht dann auch von hier etwas in Sachen Galaxien. Insgesamt kamen so Bilder im Gegenwert von 999 Minuten Belichtungszeit zusammen.
    Der schöne "Gezeitenzeitschweif" blieb mir aber trotzdem verborgen. Den kriegt man dann nur in der Eifel ...

    [[File:mATER.jpg|none|auto]]


    NGC 3628 ist eine Spiralgalaxie im Sternbild Löwe, etwa 35 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Sie gehört zum Leo-Triplett, zusammen mit Messier 65 und Messier 66. Der Name stammt von ihrer seitlichen Ansicht, die an einen "Burger" erinnert.
    Die Galaxie hat einen Durchmesser von etwa 120.000 bis 145.000 Lichtjahren und enthält schätzungsweise mehrere hundert Milliarden Sterne.
    Besonders auffällig ist ihr Gezeitenarm, der sich über 300.000 Lichtjahre erstreckt, ein Ergebnis gravitativer Wechselwirkungen mit den Nachbargalaxien - im Bild ganz schwach links oben zu erahnen.

    Aufnahmedaten:
    Montierung ZWO AM5, Kamera ZWO ASI 585mc pro, Teleskop Skywatcher 150PDS, Guiding mit ASI 120mm an 30/120 Guidescope, Filter Optolong L-Pro, AsiAir Pro, 333x180 Sekunden bei -10C, Gain 252, kalibriert mit MasterFlat und Masterdark, Gesamt-Belichtungszeit: 16 Stunden und 39 Minuten
    Aufnahmen vom 1. und 18.02. sowie 03.03. und 05.03.2025 aus Sülz.

    Bearbeitung: Pixinsight, Photoshop


    Viele Grüße und klare Nächte!
    Mathias

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