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 Astrofotografie und Bildbearbeitung
T Tauri Offline

Mitglied VdS /
Moderator


Beiträge: 465

11.04.2011 00:56
Geneimnisvoller Zentralberg im Mondkrater PLINIUS antworten

Liebe Mond-Beobachter und Astrofotografen!

(K)ein Mond-Vesuv?

Ungewollt stolperte ich während des Astronomietags am 09.04. 2011 am Okular von Matthias´90mm QUESTAR MAK-Cassegrain über einen sehr seltsamen Krater auf dem Mond. PLINIUS liegt auf der Grenze zwischen Mare Tranquillitatis und Mare Serenitatis. Der 43 km durchmessende Krater zeigte bei 240 x (der Zwerg bildete ab wie ein feiner Fünfzoll-APO, toll für so ne eingerollte Sternkarte mit zentraler Blende! ) einen Zentralberg mit deutlich sichtbarem Gipfelkrater. Der kann trotz des Namens PLINIUS (Pompeji-Überlebender) kaum ein Vulkankrater sein. Bleiben als Erklärungen noch die Thesen Meteoriteneinschlag per Zufallstreffer oder die häufige opische Täuschung durch Schattenwurf bei dem Sonnenstand eines ganz speziellen Mondalters. Hier fielen ja schon die sogenannte "Mondstadt" oder das "Marsgesicht" durch fantasieanregende Beleuchtungszustände auf. Wer von Euch weiss mehr über die wahre Natur dieses Berggipfels oder kann hochvergrössernde Beobachtungen und langbrennweitige Fotografien machen? Als Köder folgt ein Link zur Webseite eines versierten Astrofotografen, der sich mit einem C14 Schmidt-Cassegrain an PLINIUS abarbeite:

http://www.skytrip.de/plinius.htm

Hier sieht man besonders bei der Aufnahme mit dem Nachbarkrater DAWES, wie PLINIUS am 09.04. in den Teleskopen von Matthias Wirth, Hermann Fetten und Peter Schmidt aussah - die beiden Astrofotgrafen hatten wenigstens 8 Zoll dabei, vielleicht auch 10 und das Phänomen bestätigte sich mehrfach!

Übrigens: Der altbewährte KOSMOS-Mondführer von Lacroux/Legrand erwähnt bei PLINIUS keine derartige Absonderlichkeit.

Wenn die Besucher des Astronomietags einen ähnlich guten Mond genossen haben, waren sie bestimmt tief beeindruckt!

Viel Spass bei der Plinius-Beobachtung wünscht

T Tauri

"Wir spalteten das [U] und verschmolzen das [H], nur das [D] versteckt sich noch als DUNKLE MATERIE vor uns . . ."

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