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 Astrofotografie und Bildbearbeitung
Blue Star Offline

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Beiträge: 437

01.06.2020 20:05
Die dritte Nacht nun mit dem 14 Zoll Dobson und einer Astrozeichnung antworten

Hallo Sternfreunde,

und weiter geht es. Die dritte Nacht in Folge gutes Sternwetter und da ich seit dem Wochenende eh schon im Nachtschichtmodus war, konnte ich hier locker weiter machen. Nun wollte ich mal wieder meinen 14 Zoll Dobson an die frische Luft bringen und frisch war es wirklich. – 4°C und es ging teilweise ein strammer Wind, aber mit der richtigen Kleidung war es eigentlich gut auszuhalten. Leider war das Seeing nicht ganz so gut, wie in den beiden Nächten davor, aber ich habe auch schon schlimmeres gesehen. Dafür war es, laut meinem SkyQualtiyMeters, die dunkelste Nacht in der Spitze mit Werten von 21,55. Insgesamt 17 Objekte habe ich zum Teil sehr ausführlich beobachtet. Der Fokus lag auf Galaxien und Kugelsternhaufen. 8 Galaxien inklusive einiger HII-Regionen, 4 Kugelsternhaufen und ein Komet standen am Ende auf meine Liste.
Meine Highlights. Bei den Kugelsternhaufen kommt man ja um M 3 und M 13 nicht vorbei und da ich diese in der Eifel aber noch nicht mit meinem 14 Zöller beobachtet habe, war ich hier natürlich sehr gespannt. Und was soll ich sagen, da ich eh visuell Kugelsternhaufen sehr gerne beobachte und diese auch schon von 4 Zoll bis zu 24 Zoll beobachten durfte, wurde ich auch hier nicht enttäuscht. Hier kann man sich wirklich drin verlieren und man muss es am besten mal selber gesehen haben.

Bei den Galaxien ist das natürlich nicht viel anders, denn auch hier macht sich schon mein 14 Zoll Dobson gegenüber meinen vorherigen 8 Zoll Dobson, das Sehen natürlich mehr als nur ein wenig bemerkbar.
Die Galaxien M 51, M 81, M 82 und M 101 waren hier meine Favoriten. Mit meinem 8 Zoll Dobson konnte ich in der Galaxie schon die Spiralarme sehen, aber nun mit 14 Zoll waren sogar ganz schwach einige HII-Regionen auszumachen.
In die Galaxie M 101 konnte ich erst nur das Zentrum und die überraschend große Ausdehnung mit den Spiralarmen ausmachen. Nach kurze Zeit schälten sich immer mehr in den Spiralarmen auch mehrere HII-Regionen heraus, welche auch schon eigene NGC-Nummern haben. Es macht wirklich großen Spaß, diese Galaxie mit einer Ausdehnung von 170.000 Lichtjahren in einer Entfernung von 21,8 Millionen Lichtjahren, mit ihren Detailreichtum, bei entsprechenden Himmel und Gerät zu beobachten.
So was fehlt noch? Der Komet C/2017 T2, welchen man an diesen Abend im Sternbild Cassiopeia finden konnte. Der Kern war sehr gut zu erkennen und auch der Schweif war ganz okay, aber genau dieser war leider nur recht kurz. Ich habe dann davon noch eine Zeichnung angefertigt, wobei hier das größte Problem der Wind war.

Zum Abschluß noch ein Bild von mir, während ich gerade den Komet c/2017 T2 beobachte. Dank an M. Dresbach-Runkel.

So entschuldigt bitte meine mal wieder etwas längeren Bericht, aber was soll ich sagen, es macht einfach Spaß, das erlebte nochmals wieder zugeben. flower

Schönen Gruß und CS
Euer Karsten

Angefügte Bilder:
Karsten am 14 Zoll Dobson.jpg   Komet c2017 - T2.jpg  
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